Sie wissen sicher bereits, wie DNA-Tests bei der Lösung von Verbrechen, bei Vaterschaftstests oder sogar der Identifizierung antiker Mumien eingesetzt werden. Jetzt kann Ihnen Ihre DNA auch bei der Ahnenforschung weiterhelfen. Die Entnahme einer DNA-Probe ist einfach und schmerzlos und innerhalb weniger Wochen erhalten Sie die Ergebnisse, die Sie dann mit der ständig wachsenden DNA Ancestry-Datenbank abgleichen können, um potentielle genetische Verwandte zu finden. Weitere Informationen über die wissenschaftlichen Hintergründe zu DNA, Chromosomen und Genetik.
Suche nach genetischen VerwandtenDurch einen Vergleich Ihrer und anderer DNA Ancestry-Testergebnisse können Sie Ihren Verwandtschaftsgrad herausfinden. Je genauer Ihre Ergebnisse denen einer anderen Person entsprechen, desto weniger Generationen liegen zwischen Ihnen beiden und Ihrem gemeinsamen Vorfahren.

Ein DNA-Test hilft nicht nur bei der Suche nach genetischen Verwandten, sondern kann auch die eigene Abstammung klären. Vor über 170.000 Jahren begannen unsere Vorfahren von Afrika aus, sich langsam aber beständig über die Kontinente auszubreiten. Als sich diese Vorfahren in der ganzen Welt verteilten, passte sich ihre DNA mit der Zeit der neuen Umgebung an, ihre DNA entwickelte sich in unterschiedliche Richtungen und sie begannen, sich genetisch voneinander zu unterscheiden. Heute können wir diese Unterschiede der DNA nachverfolgen und gewinnen dadurch Erkenntnisse über die Migration unserer Vorfahren und ihre Entwicklung in verschiedene Bevölkerungsgruppen.
Jeder Mensch hat 23 Paare Chromosomen. Ein Paar davon, die so genannten X- und Y-Chromosomen, bestimmen das Geschlecht. Männer haben sowohl ein X- als auch ein Y-Chromosom (das Y-Chromosom wird ihnen vom Vater vererbt), Frauen haben zwei X-Chromosomen (eines von jedem Elternteil). Die genetische Genealogie interessiert sich hier für die Verwandtschaftsmarker bzw. den Bereich der Chromosomen, der auf eine Verwandtschaft hindeutet.
Vater-SohnDa das Y-Chromosom mehr oder weniger unverändert vom Vater an den Sohn vererbt wird, bietet es genetischen Genealogen hervorragende Möglichkeiten zur Verfolgung der väterlichen Ahnenreihe. Bestimmte Teile des Y-Chromosoms werden hierfür analysiert und mit den Ergebnissen anderer Personen verglichen, um festzustellen, ob die beiden Personen miteinander verwandt sind.
Mutter-KindDa beide Elternteile ihre X-Chromosomen an ihre Tochter vererben, muss zu Verfolgung der mütterlichen Ahnenreihe eine andere DNA-Quelle herangezogen werden. mitochondriale DNA (mtDNA) wird nur von der Mutter an sowohl männliche als auch weibliche Nachkommen vererbt und bietet daher Einblicke in die weibliche Ahnenreihe. Weitere Informationen über mitochondriale DNA.
In den folgenden Abschnitten erfahren Sie mehr über die wissenschaftlichen Grundlagen von DNA und Genealogie. Dabei werden auch einige der Fachbegriffe erklärt, die im Zusammenhang mit genetischer Genealogie häufig genannt werden.
DNADNA ist mit Ausnahme der roten Blutzellen in jeder Zelle des Körpers zu finden. Sie befindet sich im Mittelpunkt der Zelle in einer Membran, dem so genannten Zellkern oder Nukleus. Die DNA enthält alle Informationen, die zur Koordination von Körperfunktionen vom Bewegen der Zehen bis zum Arbeiten des Herzens erforderlich sind. Und das ist eine Menge an Informationen! Eine normale Tierzelle enthält etwa einen Meter DNA. Schreibt man die genetische Information in Form eines linearen Alphabets aus vier Buchstaben aus, ließe sich mit den in einer menschlichen Zelle enthaltenen Informationen ein Buch mit mehr als 500.000 Seiten füllen. Doch wie wird so viel Information verpackt?
DNA ist eng in so genannte Gene eingebunden, die die funktionalen Einheiten der DNA darstellen. Gene bestimmen letztendlich jedes Leben. Das menschliche Genom enthält schätzungsweise 30 bis 40.000 Gene.
ChromosomenNur etwa 2 % des menschlichen Genoms besteht aus Genen. Der Rest sind nicht kodierende Regionen, deren Funktionen variieren – manche stellen eine Struktur für das Chromosom dar, andere haben keinen erkennbaren Zweck. Diese nicht kodierenden Segmente sind es, die für genealogische Zwecke verglichen werden.
Jeder Mensch hat insgesamt 46 Chromosomen, die jeweils paarweise zusammengehören. Jedes der 23 Paare enthält ein Chromosom von unserer Mutter und eines von unserem Vater. Bei Frauen besteht das dreiundzwanzigste Chromosomenpaar aus zwei X-Chromosomen. Bei Männern dagegen besteht das Paar aus einem X- und einem Y-Chromosom. Es ist also das Y-Chromosom (Ycs), das das Geschlecht eines Menschen bestimmt. Zudem ist das Y-Chromosom (Ycs) eines der wichtigsten Chromosomen für die genealogische Forschung. Das Y-Chromosom hat die einzigartige Eigenschaft, dass es praktisch unverändert von Generation zu Generation vererbt wird. Das heißt ein Mann und alle seine Söhne haben die gleichen oder sehr ähnliche Y-Chromosomen. Außerdem hat er das gleiche Y-Chromosom wie sein Vater, sein Großvater und so weiter. Das Y-Chromosom hat also die einzigartige Eigenschaft, dass es in den meisten Fällen dem Familiennamen folgt. Dadurch ist es äußerst wertvoll für die Genealogie.
MitochondriumAußer im Zellkern ist DNA auch im Mitochondrium der Zelle zu finden. Das Mitochondrium ist das Leistungszentrum der Zelle. Es ist verantwortlich für die für alle Zellfunktionen erforderliche Energieerzeugung. Die mitochondriale DNA (mtDNA) folgt der direkten mütterlichen Ahnenreihe. Frauen vererben ihre mtDNA an alle ihre Kinder weiter, doch nur die Töchter vererben es an die nächste Generation weiter.
Die DNA selbst hat eine spiralförmige Form ähnlich einer Leiter. Das Äußere der Leiter ist dabei ein Zuckerphosphat und die Sprossen bestehen aus gepaarten Stickstoffbasen. Diese Basen gibt es in vier Arten: Adenin (A), Thiamin (T), Cytosin (C) und Guanin (G). A bildet dabei auf den Sprossen der Leiter immer ein Paar mit T und C ein Paar mit G.
DNA-TestsDNA Ancestry führt nur Tests in Bereichen der DNA durch, die aus genealogischer Sicht die größte Relevanz haben und einen Einblick in familiäre Verwandtschaftsverhältnisse geben. Verwandtschaftsmarker befinden sich in den nicht kodierenden Regionen und liefern keine eindeutigen Informationen (wie z. B. die Haarfarbe) über eine Person. Normalerweise werden zu genealogischen Zwecken vor allem drei Arten der Analyse durchgeführt: DNA-Sequenzierung, SNP-Tests (Single Nucleotide Polymorphism) und STR-Tests (Short Tandem Repeat).
DNA-SequenzierungBei der DNA-Sequenzierung wird die exakte Basenpaarsequenz in einem festgelegten Abschnitt der DNA bestimmt. Diese Technik findet überwiegend bei mitochondrialen DNA-Tests (mtDNA) Anwendung, bei denen die Sequenz der hypervariablen Region I (HVR I) und der hypervariablen Region II (HVR II) bestimmt wird. Diese Art der Analyse eignet sich gut für Tests der direkten mütterlichen Ahnenfolge oder der Typisierung der mütterlichen Ahnen.
SNPSNPs sind Änderungen einzelner Basenpaare, die im gesamten Genom unregelmäßig auftreten. SNP-Tests gibt es für mtDNA und Y-Chromosomen. Anhand dieser Tests lässt sich die Zugehörigkeit einer Person zu einer Vorfahrengruppierung oder Haplogruppe bestätigen. Haplogruppen spielen zwar aus genealogischer Sicht (nähere Vergangenheit) nicht unbedingt eine wichtige Rolle, sind aber aus anthropologischer Sicht (frühzeitliche Vergangenheit) interessant. Bei dieser Art der Analyse lassen sich die Verzweigungen von Haplogruppen und Untergruppen seit unserem afrikanischen Ursprung nachverfolgen und es lässt sich Interessantes über Wanderungsbewegungen unserer frühzeitlichen Vorfahren feststellen.
STRSTRs (Short Tandem Repeats) sind DNA-Segmente, die sich selbst wiederholen – z. B. eine mehrmals wiederholte GATA-Sequenz (GATA GATA GATA). Jeder hat STR-Segmente an bestimmten Stellen auf dem Chromosom. Diese Stellen werden als Loci oder Marker bezeichnet und in der Regel als „DYS“ gefolgt von drei Ziffern benannt, z. B. DYS459. In diesem Beispiel wäre die Stelle auf dem Y-Chromosom bei Position 459.
Unterschied zwischen einzelnen PersonenZwar hat jeder solche wiederholten Regionen, doch der Unterschied zwischen einzelnen Personen liegt darin, wie oft das Segment wiederholt wird. So kann zum Beispiel eine Person an einem bestimmten Locus oder Marker auf dem Chromosom 12 GATAs haben, eine andere nur 10. Diese Zahlen, 12 und 10, nennt man Allele. Die Allele an bestimmten Stellen (Loci) formen das eindeutige DNA-Profil oder den Haplotyp einer Person. Diese Profile oder Haplotypen werden zur Identifizierung von Personen herangezogen, wenn es z. B. um die Bestimmung der Vaterschaft oder des Verwandtschaftsverhältnisses geht.
Mit ihrer Auswanderung aus Afrika und ihrer Bevölkerung der übrigen Welt begannen die Menschen sich unterschiedlich zu entwickeln, da sie sich neuen Klimabedingungen, Ernährungsgewohnheiten und Lebensbedingungen anpassen mussten. Im Laufe von zehntausenden von Jahren wurden diese frühzeitlichen Bevölkerungsgruppen voneinander isoliert, ihre DNA änderte sich und es bildeten sich genetische Unterschiede zwischen den Gruppen. Diese Gruppierung in Bezug auf die Vorfahren nennt man heute Haplogruppen. Durch DNA-Tests lassen sich die Verzweigungen von Haplogruppen und deren Untergruppen seit ihrem afrikanischen Ursprung zurückverfolgen. Dies lässt interessante Rückschlüsse auf die zeitlichen und geografischen Details der Wanderungsbewegung der eigenen Vorfahren zu. DNA Ancestry bietet mit jedem Y-Chromosomen- oder mtDNA-Test auch eine kostenlose Haplogruppen-Einstufung.
Väterliche AhnenIhre Y-Chromosomen-Haplogruppe kann einen interessanten Einblick in die frühen Vorfahren in Ihrer väterlichen Ahnenreihe bieten. Jede Bevölkerungsgruppe dieser Erde lässt sich einer bestimmten Haplogruppe zuweisen. Ihre väterliche Ahnenreihe (oder Haplogruppe) wird auf Grundlage Ihrer Y-DNA-Ergebnisse ermittelt. Sie erhalten den Namen der Haplogruppe, eine ausführliche Beschreibung der Gruppe sowie eine Landkarte, auf der dargestellt wird, wie Ihre frühen Vorfahren vor über 100.000 Jahren aus Afrika ausgewandert sind und wie sie sich auf verschiedene Regionen aufgeteilt haben.
Es gibt etwa 18 bedeutendere Haplogruppen väterlicher Ahnenreihen. Diese werden mit Buchstaben von A bis R benannt und mit Ziffern in Untergruppen und Kleinbuchstaben in weitere Untergruppen aufgeteilt – also z. B. E, E3 und E3a. Die Haplogruppe R1b ist die in europäischen Bevölkerungsgruppen am häufigsten auftretende Haplogruppe. Man geht davon aus, dass sie sich vor etwa zehn- bis zwölftausend Jahren in Europa ausgebreitet hat.
Wichtige Y-Chromosomen-Haplogruppen sind zum Beispiel:
Mütterliche Ahnen
Mütterliche Ahnenreihen oder Haplogruppen können in Untergruppen aufgeteilt werden, die oft regional- oder bevölkerungsspezifisch sind. Die Haplogruppe H macht beispielsweise etwa 50 % der europäischen Bevölkerung aus. Man nimmt an, dass sie vor etwa 23–28.000 Jahren im Nahen Osten entstand und vor etwa 20.000 Jahren nach Europa drängte. DNA Ancestry untersucht mehrere Regionen der mitochondrialen DNA, um möglichst viel über die mütterliche Ahnenreihe herauszufinden. Es können sowohl Männer als auch Frauen untersucht werden.
Wenn ein Mann eine Y-Chromosomen-Probe abgibt, gibt er damit nicht nur über seine eigene DNA Aufschluss, sondern auch über die seines Vaters, seines väterlichen Großvaters und so weiter. Die Y-Chromosomen-Ergebnisse sind normalerweise in der gesamten väterlichen Ahnenreihe identisch. Da es jedoch Abweichungen geben kann, können die Ergebnisse eines Sohnes leicht von denen seines Vaters oder Bruders abweichen.
Frauen können, obwohl sie kein Y-Chromosom haben, trotzdem ihre väterliche Ahnenreihe zurückverfolgen. Mit einer DNA-Probe eines Bruders, des Vaters oder eines anderen männlichen Verwandten (z. B. eines Cousins) kann eine Frau diese Y-Ergebnisse wie ihre eigenen verwenden.
Y-Chromosomen-TestBeim Y-DNA-Test werden bestimmte Regionen der Y-Chromosomen untersucht. Man weiß, dass diese Regionen eine Serie sich wiederholender Sequenzen von DNA-Molekülen enthalten (hier finden Sie weitere Information zu Short Tandem Repeat/STR). Alle Männer haben diese sich wiederholenden Segmente. Wie häufig sich diese spezielle Sequenz wiederholt ist jedoch unterschiedlich. Die Anzahl dieser Wiederholungen führt letztlich zum Ergebnis des Y-DNA-Tests. DNA Ancestry bietet zwei Y-Chromosomen-Tests an: Y-DNA 33- und Y-DNA 46-Marker (Stellen auf dem Y-Chromosom). Das Testen weiterer Marker lässt eine genauere Einschätzung der Verwandtschaft zweier Personen zu.
Gemeinsamer VorfahrÄhnlich wie bei der traditionellen Genealogie ist das Auffinden eines gemeinsamen Vorfahren zweier Stammbäume der entscheidende Durchbruch. So lassen sich weitere Verzweigungen für die Stammbäume finden. DNA-Tests stellen eine objektive und exakte Möglichkeit dar, erstens den Verwandtschaftsgrad festzustellen und zweitens zu ermitteln, wie weit in der Vergangenheit der gemeinsame Vorfahr in etwa liegt.
Je mehr Y-Chromosomen-Marker getestet werden, desto genauer wird das Testergebnis. Ein Y-Chromosomen-Test, bei dem z. B. 18 Marker getestet werden und bei dem die Ergebnisse mit allen 18 Markern einer anderen Person übereinstimmen, lässt auf einen gemeinsamen Vorfahren in den letzten 1 bis 27 Generationen schließen. Stimmen bei zwei Personen alle 46 Marker überein, lässt sich der gemeinsame Vorfahr sogar auf 1 bis 10 Generationen eingrenzen. Ein Y-DNA-Testvergleich mit bis zu zwei oder drei Nichtübereinstimmungen weist normalerweise auf ein genealogisch bedeutsames Verwandtschaftsverhältnis in früheren Generationen hin.
Väterliche AhnenDer Y-Chromosomen-Test bietet auch einen Einblick in den Ahnenursprung väterlicherseits, indem er Ihre Ahnen-Haplogruppe ermittelt. Haplogruppen bildeten sich, als die Urvölker vor zehntausenden von Jahren aus Afrika auswanderten. Sie verteilten sich über die Welt und mussten sich neuen Umgebungen anpassen. Dabei hat sich ihre DNA unterschiedlich entwickelt, sodass neue Gruppen und Untergruppen entstanden.
Ihr Testergebnis für die väterliche Ahnenreihe besteht aus zwei Komponenten: den Y-DNA-Ergebnissen und der Einschätzung Ihres väterlichen Ahnenursprungs.
Y-DNA-ErgebnisseIhre Y-Chromosomen-Ergebnisse bestehen aus einer Tabelle der getesteten Marker (nummeriert von 1 bis 33 oder von 1 bis 46) und einem entsprechenden Wert für jeden Marker. Jeder Marker stellt eine bestimmte Stelle auf dem Y-Chromosom dar und wird anhand seiner DNA-Y-Chromosomen-Segmentnummer (DYS-Nummer) benannt.
Die getesteten Y-Chromosomen-Portionen enthalten wiederholte Muster von Nukleotiden (den Bausteinen der DNA). Diese Short Tandem Repeats (STRs) werden an jedem Marker gezählt und bilden Ihr DNA-Ergebnis. Das Muster der Wiederholungen wird vom Vater vererbt und stellt den Unterschied zwischen Ihrer väterlichen Ahnenreihe und der anderer Personen dar.
Der Grad der Übereinstimmung Ihrer Y-DNA-Ergebnisse mit denen anderer Personen bestimmt, wie eng Sie verwandt sind. Darauf beruht die Einschätzung, wie weit ihr gemeinsamer Vorfahr zurückliegt.
Alle Namen der Y-Chromosome-Stellen, die getestet werden können, werden in der Tabelle aufgeführt. Enthält ein Feld in der Tabelle lediglich einen Strich (–), dann wurde für diese Stelle kein Ergebnis ermittelt. Das kann zweierlei Gründe haben. Erstens: Bei den Markern DYS19b, DYS464e und DYS464f kann der Grund für ein Fehlen von Ergebnissen darin liegen, dass diese Allele sehr selten zu Ergebnissen führen. Zweitens: Es kann ein Markerwert vorliegen, der mit den derzeitigen Testmethoden nicht ermittelt werden kann.
Väterliche AhnenIhre väterliche Ahnenreihe (oder Haplogruppe) wird auf Grundlage Ihrer Y-DNA-Ergebnisse ermittelt. Sie erhalten den Namen der Haplogruppe, eine ausführliche Beschreibung der Gruppe sowie eine Landkarte, auf der dargestellt wird, wie Ihre frühen Vorfahren vor über 100.000 Jahren aus Afrika ausgewandert sind und wie sie sich auf verschiedene Regionen aufgeteilt haben.
Da bestimmte Muster vor allem in bestimmten Haplogruppen auftreten, können wir in den meisten Fällen zuverlässig bestimmen, welcher Haplogruppe Sie angehören. Darüber hinaus liefern wir Ihnen die Geschichte, Hintergrundinformationen und eine auf einer Karte verzeichnete Verteilung Ihrer Haplogruppe.
Obwohl unsere Vergleichsdatenbank zwar immer aktuelle Daten enthält, kann es unter Umständen nicht möglich sein, eine genaue Einschätzung abzugeben. Manchmal kann überhaupt keine Einschätzung abgegeben werden.
In der genetischen Genealogie ist häufig von der Abkürzung MRCA die Rede. MRCA steht für „Most Recent Common Ancestor“ (letzter gemeinsamer Vorfahr). Damit ist die statistische Berechnung gemeint, mit der die wahrscheinliche Generation bestimmt wird, in der zwei Personen einen letzten gemeinsamen Vorfahren hatten. Der MRCA wird oft mit einem Zuversichtsbereich von 95 % angegeben. Die MRCA-Nummer selbst ist die Generation, in der zwei Personen mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit einen gemeinsamen Vorfahren hatten. Der Zuversichtsbereich von 95 % gibt dann einen Bereich an Generationswerten an, die 95 % aller Möglichkeiten enthalten. Es besteht z. B. eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass zwei Personen mit 25 identischen Allelen (von insgesamt 26) einen gemeinsamen Vorfahren innerhalb von 11,9 Generationen und zwischen 1,7 und 39,5 Generationen haben.
Statistik in der genetischen GenealogieDie MRCA-Berechnung beruht vor allem auf der Mutationsrate der Loci. Bisher lagen die in der Genealogie verwendeten Mutationsraten für das Y-Chromosom zwischen 0,002 und 0,004 – je nach Testlabor. Dieser Wert ist die Mutationskonstante und wird auch als µ (sprich „mü“) dargestellt. Er bezeichnet die Rate, mit der beim Vergleich des Y-Chromosoms von Vater und Sohn eine Änderung (Mutation) an einem bestimmten Locus festgestellt wird. Jeder auf dem Y-Chromosom getestete Marker hat seine eigene Mutationsrate. Für viele Y-Chromosomen-Loci mehrerer menschlicher Bevölkerungsgruppen sind diese Mutationsraten bekannt. Es gibt verschiedene Faktoren, die Einfluss auf die Mutationsrate haben – z. B. die Bevölkerungsgruppe, die Haplogruppe innerhalb einer Bevölkerungsgruppe, die Länge der Allele, die Region auf dem Y-Chromosom oder die Größe der Wiederholungsstruktur. Für Loci, deren Mutationsrate noch nicht bestimmt werden konnte, verwendet DNA Ancestry eine Rate von 0,0028. Mit Bekanntwerden weiterer Daten zu Mutationsraten von Y-Chromosomen werden wir unsere statistischen Berechnungsmethoden neu evaluieren, um für jeden Locus einen möglichst genauen Wert zu ermitteln.
Ebenso wie Männer können natürlich auch Frauen durch DNA-Tests mehr über ihre mütterliche Ahnenreihe erfahren. Da die mitochondriale DNA (mtDNA) des Vaters bei der Befruchtung zerstört wird, wird nur die mitochondriale DNA der Mutter an das Kind weitergegeben. Dadurch bleibt die mütterliche Verbindung zur Ahnenreihe erhalten. Aufgrund dieses einzigartigen.
Vererbungsmusters können sowohl Männer als auch Frauen eine DNA-Probe zu Tests der mütterlichen Ahnenreihe abgeben. Mit Ihrer Auswanderung aus Afrika und der Bevölkerung des Rests der Welt begannen die Menschen, sich unterschiedlich zu entwickeln, da sie sich neuen Klimabedingungen, Ernährungsgewohnheiten und Lebensbedingungen anpassen mussten. Im Laufe von zehntausenden von Jahren wurden diese frühzeitlichen Bevölkerungsgruppen voneinander isoliert, ihre DNA änderte sich und es bildeten sich genetische Unterschiede zwischen den Gruppen. Diese verschiedenen Gruppen nennt man heute Haplogruppen. Durch DNA-Tests lassen sich die Verzweigungen von Haplogruppen und deren Untergruppen seit ihrem afrikanischen Ursprung zurückverfolgen. Dies lässt interessante Rückschlüsse auf die zeitlichen und geografischen Details der Wanderungsbewegung der eigenen Vorfahren zu.
Durch DNA-Tests lassen sich die Verzweigungen von Haplogruppen und deren Untergruppen seit ihrem afrikanischen Ursprung zurückverfolgen. Dies lässt interessante Rückschlüsse auf die zeitlichen und geografischen Details der Wanderungsbewegung der eigenen Vorfahren zu.
Information zu den Testergebnissen für mütterliche AhnenreihenTests der mütterlichen Ahnenreihe basieren auf der mitochondrialen DNA (mtDNA), die von der Mutter auf ihre Söhne und Töchter vererbt wird. Dies macht die mtDNA zu einem wichtigen Werkzeug bei der Erforschung der mütterlichen Ahnenreihe und der Bestimmung des mütterlichen Ahnenursprungs.
Bei den Tests der mütterlichen Ahnenreihe werden Teile der mtDNA, die so genannten hypervariablen Regionen (HVR), sequenziert. Zwei mtDNA-Segmente, die hypervariablen Regionen 1 und 2 (HVR 1 und 2) sind dabei besonders bedeutend. Ihre Sequenzen werden dann mit der „revised Cambridge Reference Sequence“ (rCRS) verglichen. Die rCRS ist eine Vergleichssequenz, gegen die alle mtDNA-Sequenzen abgeglichen werden.Ihre Ergebnisse werden in einer Tabelle dargestellt, die die Stelle der Sequenz, die Referenz-Nukleotide und die Unterschiede angibt. Die Anzahl und die Art der Unterschiede zwischen Ihrer mtDNA und dem Standard wird von DNA Ancestry zur Bestimmung Ihres mütterlichen Ahnenursprungs oder Haplogruppe herangezogen.
Anwendungsbereiche für mtDNA-TestsDie zwei häufigsten Anwendungsbereiche für mtDNA-Tests sind, eine gemeinsame mütterliche Ahnenfolge zu finden und den eigenen Ahnenursprung zu erforschen.
Mütterliche Ahnenfolge – Die wichtigste genealogische Bedeutung Ihrer individuellen Sequenzergebnisse liegt im Ausschluss von Personen aus Ihrer mütterlichen Ahnenreihe.
Mütterlicher Ahnenursprung – Ihre mütterliche Ahnenreihe verfolgt die Wanderungsbewegung Ihrer Vorfahren aus Afrika, wo sie sich von anderen Gruppen abgespaltet haben und dann verschiedene Regionen der Welt bevölkert haben. Über tausende von Jahren entwickelten sich diese Ursprungsgruppen in genetisch unterschiedliche Haplogruppen.
Falls es Sie interessiert, Ihre genetische Genealogie zu erkunden, können Sie einen DNA-Test auf der US-Website des Unternehmens dna.ancestry.com bestellen. DNA Ancestry-Kits sind nur von Ancestry.com (Eigentum von Ancestry.com Operations Inc.) erhältlich, wobei der Preis in US-Dollar berechnet wird und bestimmte Geschäftsbedingungen gelten. Bitte beachten Sie, dass alle Informationen, der Bestellvorgang, das Testkit und die Ergebnisse zur Zeit nur auf Englisch erhältlich sind. DNA-Kits werden innerhalb von zwei Wochen von den USA aus zugestellt, aber Sie sollten mit bis zu vier Wochen zur Lieferung rechnen. Testergebnisse werden in 3-6 Wochen per E-Mail versandt. Bitte beachten Sie, dass die Details der Versandkosten zur Zeit der Bestellung angegeben werden. Eine deutsche Version des DNA-Service wird bald verfügbar gemacht.
Falls es Sie interessiert, Ihre genetische Genealogie zu erkunden, können Sie einen DNA-Test auf der US-Website des Unternehmens dna.ancestry.com bestellen. DNA Ancestry-Kits sind nur von Ancestry.com (Eigentum von Ancestry.com Operations Inc.) erhältlich, wobei der Preis in US-Dollar berechnet wird und bestimmte Geschäftsbedingungen gelten. Bitte beachten Sie, dass alle Informationen, der Bestellvorgang, das Testkit und die Ergebnisse zur Zeit nur auf Englisch erhältlich sind. DNA-Kits werden innerhalb von zwei Wochen von den USA aus zugestellt, aber Sie sollten mit bis zu vier Wochen zur Lieferung rechnen. Testergebnisse werden in 3-6 Wochen per E-Mail versandt. Bitte beachten Sie, dass die Details der Versandkosten zur Zeit der Bestellung angegeben werden. Eine deutsche Version des DNA-Service wird bald verfügbar gemacht.