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Vom deutschen Bier

Dank technischer Neuerungen erlebte das deutlich verbesserte Bier eine Renaissance. Zum »sozialdemokratischen Saft« wurde es durch die damalige politische Situation. Die herrschenden politischen Kreise unterstellten der Arbeiterbewegung Staatsfeindlichkeit. Diesen Vorwurf versuchten die Arbeiter mit einem mustergültigen Leben zu entkräften. Dazu gehörte auch, sich mit moderatem Biergenuss vom Pöbel abzusetzen, der dem Branntwein verfallen war. Mit der Politisierung der Arbeiter und dem Aufstieg der Kneipe zum Ort gesellschaftlicher und politischer Begegnung wurde das Bier zum Politikum: Sage mir, welches Bier du trinkst, und ich sage dir, was du denkst. Auch die entstehenden Bierpaläste, die durch Veranstaltungen und Vermietung von Räumen die Massen anlockten, trugen dazu bei. Da sich die Arbeiter während der ozialistengesetze nicht unter freiem Himmel versammeln durften, pachteten sie solche Räumlichkeiten. Die Finanzierung war meist an den Bierkonsum gekoppelt. Das Bier wurde zum Statussymbol, und Deutschland erreichte mit 120 Litern pro Kopf und Jahr den dritthöchsten Wert der Welt. Etwa zur gleichen Zeit gründete man Vereine, wo man das alte Rituale des gemeinschaftsbildenden Zutrinkens wieder aufleben ließ.

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