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Vom deutschen Bier

Die Mönche studierten die Braukunst und erdachten Verbesserungen. Deshalb war das Klosterbier im Allgemeinen besser als das selbstgebraute Bier der Bürger. Die Optimierung des Bieres lag im Interesse der Mönche, denn je nahrhafter es wurde, desto wertvoller war es für die Fastenzeit. Viele Bürger klopften wegen des Bieres bei den Klöstern an und nutzten den Brauch der kostenlosen Bewirtung. Einige Äbte witterten aber Geschäfte und eröffneten Klosterschänken. Doch das Klosterbier bekam Konkurrenz: Klimaerwärmung brachte den Wein nach Deutschland, der nun als Symbol des Blutes Christi von vielen Klöstern gefördert wurde. Sodann entstanden zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert in den Städten Brauereien und die zunehmend arbeitsteilige Gesellschaft versprach zumindest dort einträgliche Geschäfte. In Norddeutschland konnten schon bald viele Menschen vom Bier leben. Diese Entwicklung wurde von den Landesherren gefördert, denn sie brachte neue Steuergelder. In Ulm gab es bereits 1220 eine Biersteuer. Auch Wilhelm IV. und Ludwig X., die das Reinheitsgebot erließen, erhoben zwei Kreuzer pro Eimer Bier. Mit diesem Geld wollten sie drei Ortschaften kaufen. Obwohl der Kauf platzte, blieb die Steuer nicht nur, sondern stieg noch. Auch in Hamburg, mit 600 Brauereien das damalige Bier- Zentrum, gab es Steuern. Doch den Klöstern blieb ein Vorteil. Sie waren steuerbefreit und bekamen Abgaben. Zudem galten Brauverbote, wie z.B. bei Getreideknappheit, nicht für sie. Trotzdem ließen Reformation, 30jähriger Krieg und Säkularisierung fast alle Klosterbrauereien verschwinden.

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