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Vom deutschen Bier

Branntwein und Sozialdemokratischer Saft: Mit der Industrialisierung kamen viele Menschen in die Städte, wo sie sich ein besseres Leben erhofften. Jedoch mussten sie einen Kulturschock überwinden: Das oberste Ziel der Industrie war nicht mehr das Auskommen, sondern der Gewinn. Gearbeitet wurde 16 Stunden am Tag nach dem Rhythmus der Maschinen. Die Menschen versuchten, das alte Ritual des Trinkens in die neue Zeit zu integrieren. Gefragt war Branntwein, denn Bier war nicht nur teuer und schlecht, sondern berauschte in Anbetracht der knappen Freizeit zu langsam. Der effektive Branntweinrausch machte die neuen Arbeitsbedingungen erträglicher Da der Branntwein einzeln in Kellerkneipen am Tresen getrunken wurde, torpedierte er die gemeinschaftsbildende Funktion des Trinkens. Solche Kneipen schossen wie Pilze aus dem Boden: Spitzenreiter war Berlin mit einer Kneipe auf 190 Personen. Die Friedrichstraße hatte zeitweise mehr Ausschankstätten als Hausnummern. War der Branntweinrausch zunächst noch willkommen, um die Arbeiter willenlos und gefügig zu machen, wurde er mit den technischen Neuerungen, die an die Arbeiter höhere Anforderungen stellten, zu einer Gefahr. Versicherungen deckten keine alkoholbedingten Arbeitsunfälle mehr.

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