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Einleitung
Die Heraldik oder Wappenkunde ist ein eigenständiges Fachgebiet innerhalb der Ahnenforschung. Es gibt viele Bücher zu diesem Thema und der nachfolgende Beitrag ist lediglich als eine grobe Zusammenfassung zu verstehen.
Wappen im eigentlichen Sinne gibt es etwa seit Beginn der ersten Kreuzzüge (um 1130). Das Wort hat sich von dem Mittelhochdeutschen Wort für Waffen abgeleitet. In anderen Ländern ist die Verbindung zwischen den Begriffen für Wappen und Waffen ebenso deutlich: In Frankreich „armoiries – armes“, in Italien „arme-arma“ und im Englischen „arms“.
Ab hier streiten sich die Gelehrten: Man sagt, das farbige Schild und die Helmzier sollte in der Schlacht der schnelleren Identifizierung der Ritter dienen. Da die Armee des Herrschers aus einer Vielzahl von Rittern zusammengestellt wurde, führte jeder jedoch sein eigenes Wappen auf dem Schild sowie seine individuelle Helmzier und Helmdecke. Wenn die Armee zum Beispiel aus nur 50 eigenen Rittern bestand, musste ein jeder Ritter sich immerhin 49 Wappen merken, um die Mitstreiter von den Feinden unterscheiden zu können. Das man hierzu im Schlachtgetümmel in der Lage war, wird stark bezweifelt.

Mittlerweile geht die Mehrheit der Forscher davon aus, dass die bunten Schilde und Helmzier mit Beginn der ersten Ritterturniere eingeführt wurden, also etwa zur gleichen Zeit wie die Kreuzzüge. Jetzt war es auch den Zuschauern möglich, die einzelnen Kämpfer anhand ihrer Wappen auseinander halten zu können. Bei diesen Ritterturnieren kam dem Herold eine wichtige Aufgabe zu: Dieser wappenkundige Bedienstete seines Dienstherren war bei Turnieren Ansager, Ordner und Schiedsrichter. Die Herolde kannten nicht nur die unterschiedlichen Wappen der verschiedenen adeligen Familien, sie entwarfen auch neue Wappen. Sie stellten sicher, dass kein Wappen einem anderen glich und registrierten die unterschiedlichen Zeichen in Wappenbüchern. Sie wurden aber nicht nur bei Turnieren eingesetzt. Im Krieg erstellten sie Listen von Rittern, die für ihre Könige oder Fürsten in den Krieg zogen und nach Beendigung der Schlacht hatten sie dann die Pflicht, die Toten und Verwundeten anhand ihrer Wappen zu identifizieren und ihren Herren zu melden.
Von dem Wort Herold wurde schließlich auch das Wort Heraldik abgeleitet. Die Heraldik befasst sich mit der Geschichte und der Beschreibung von Wappen.
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Im 13. Jahrhundert wurden Wappen dann erblich und wandelten sich dadurch von einem Erkennungszeichen einer einzelnen Person zu einer Art „Familienzeichen“. Ab dem 14. Jahrhundert wurden die Schlachten häufiger bzw. „größer“ und somit wurden auch immer mehr zu Fuß kämpfenden Söldner- und Landsknechtsheere benötigt. Die Ritter wurden in ihrer Bedeutung allmählich verdrängt und die Wappen der einzelnen Ritter wurden nun durch einheitliche Fahnen und Standarten der Fußtruppen ersetzt.
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