Wer hat die DNA entdeckt?

DNA wurde nicht von einer einzelnen Person entdeckt. Stattdessen fanden mehreren Wissenschaftler zwischen 1869-1953 immer mehr über die DNA heraus, was letztendlich mit der Entdeckung der berühmten Doppelhelix seinen Höhepunkt fand.

Alles begann ganz bescheiden im Jahr 1869, als der Schweizer Chemiker Johann Friedrich Miescher eine phosphorhaltige Substanz fand, die sich stark von den Proteinen unterschied, nach denen er in den weißen Blutkörperchen suchte. Er nannte diese Substanz Nuklein, sie wurde aber später zu Nukleinsäure umbenannt.

50 Jahre später, im Jahr 1919, erkannte der russische Biochemiker Phoebus Levene dann, dass Nukleinsäuren Moleküle sind, die aus Phosphor, Zucker und vier stickstoffhaltigen Basen – Adenin (A), Guanin (G), Cytosin (C) und Thymin (T) – bestehen.

1944 konnten Oswald Avery, Colin MacLeod und Maclyn McCarty vom Rockefeller Institute in New York nachweisen, dass DNA die Substanz ist, die die Erbinformationen weitergibt, die für die bakterielle Transformation notwendig sind, und nicht wie bisher angenommen, ein Protein. Eine weitere wichtige Entdeckung kam 1950, als Erwin Chargaff eine Arbeit veröffentlichte, in der er die Regeln der Basenpaarung darstellte: Adenin mit Thymin und Cytosin mit Guanin.

Der wahre Durchbruch beim Verständnis der DNA kam jedoch mit der Entdeckung ihrer Struktur im Jahr 1953. Die Entdeckung der DNA-Struktur wird häufig James Watson und Francis Crick zugeschrieben. Sie verließen sich jedoch ausschließlich auf die Forschung anderer, wie z. B. Rosalind Franklin, deren Röntgenbeugungsbilder von kristallisierter DNA der Schlüssel zur Lösung des Geheimnisses der DNA-Struktur waren.

Wann wurde die DNA entdeckt?

Wie bereits erwähnt, wurde die DNA 1896 erstmals von dem Schweizer Chemiker Johann Friedrich Miescher identifiziert und als „Nuclein“ bezeichnet. Doch seine Struktur, die berühmte Doppelhelix, wurde erst 1953 von Watson und Crick entdeckt, die auf der Forschung anderer Personen aufbauten.

Die Suche von Watson und Crick nach der Struktur der DNA begann mit ihrem ersten Treffen im Sommer 1951. Das erste von ihnen vorgeschlagene Modell war jedoch falsch und basierte auf drei DNA-Strängen anstelle von zwei. Der Wendepunkt für Watson und Crick kam, als sie Zugriff auf die Arbeit von Rosalind Franklin erhielten. Die Bilder und kristallographischen Berechnungen von Franklin halfen zusammen mit den Arbeiten von anderen, wie Erwin Chargaff, dabei, dass Watson und Crick das Geheimnis der DNA-Struktur lösen konnten.

Watson und Crick veröffentlichten ihre Ergebnisse über die Struktur der DNA 1953 in einer Arbeit mit dem Titel „A Structure for Deoxyribose Nucleic Acid“ (Eine Struktur für Desoxyribonukleinsäure). Ihre Ergebnisse hatten erhebliche Auswirkungen darauf, wie Wissenschaftler (und letztlich alle) die Funktion von DNA-Molekülen in der Vererbung betrachteten.

1962 erhielten Watson und Crick zusammen mit Maurice Wilkins den Nobelpreis für die Entdeckung der DNA-Struktur. Rosalind Franklin, die vier Jahre zuvor gestorben war, wurde nicht in den Nobelpreis aufgenommen, da ein Nobelpreis nur zwischen drei lebenden Wissenschaftlern geteilt werden kann.

Die Bedeutung der Entdeckung der DNA-Struktur

Die DNA-Doppelhelix ist die bekannteste molekulare Struktur in der Biologie. Sie lieferte eine einfache Erklärung dafür, wie die DNA bei der Zellteilung vervielfältigt wird, wie sie von Generation zu Generation weitergegeben wird und wie ein so einfaches Molekül die überwältigende Komplexität enthalten kann, die das Leben auf der Erde ausmacht.

Sie gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen der Neuzeit, die zur Entwicklung der modernen Molekularbiologie führte.