Quelleninformationen

Ancestry.com. Bornheim, Deutschland, Geburtsregister 1798-1900 [Datenbank online]. Lehi, UT, USA: Ancestry.com Operations, Inc.
Ursprüngliche Daten: Stadtarchiv Bornheim; Bornheim, Deutschland; Personenstandsunterlagen, Geburtsregister im Original.

 Bornheim, Deutschland, Geburtsregister 1798-1900

Informationen zur Sammlung

Diese Sammlung enthält Geburtsregister aus den Bornheimer Stadtteilen Hersel, Sechtem und Waldorf und umfasst die Jahre von 1798 bis einschließlich 1900. Die Stadt Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis liegt am Rhein zwischen Köln und Bonn im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Das Gebiet wurde schon früh besiedelt. Ein von den Römern erbautes Aquädukt, die Eifelwasserleitung, die Köln mit Trinkwasser versorgte, führte einst durch den Stadtteil Waldorf. Die erste urkundliche Erwähnung von Bornheim stammt bereits aus dem Jahre 945. Als Wahrzeichen der Stadt gilt des Schloss Bornheim. Während des Zeitraums der Sammlung gehörte Bornheim bis 1814 zum französischen Département de la Roar.

Am 20. September 1792 erließ die französische Nationalversammlung ein Gesetz, das die Beurkundung des Zivilstandes in Frankreich regelte. Mit der Besetzung des linken Rheinufers durch französische Truppen wurden dort ab dem 1. Mai 1798 in den neu errichteten Départements Geburts-, Heirats- und Sterberegister nach französischem Vorbild offiziell eingeführt. In den damaligen preußischen Provinzen wurden diese Beurkundungen schließlich von den örtlichen Standesämtern ab dem 1. Oktober 1874 in Form von Personenstandsregister übernommen.

Die Zivilstands- und Personenstandsregister sind chronologisch in der Regel als jahrgangsweise gebundene Sammlung von Dokumenten angelegt. Gelegentlich sind ergänzend alphabetische Namensverzeichnisse erstellt worden. Die verpflichtende staatliche Beurkundung des Zivil- und Personenstandes der gesamten Bevölkerung besteht seitdem neben den traditionell weiterhin geführten Kirchenbüchern.

Informationen zu den Dokumenten

Die Geburten der Zivilstandsregister sind anfänglich handschriftlich auf vorgedruckten Formularen in deutscher Sprache beurkundet. Bis Ende 1805 bezieht sich das Datum auf den französischen Revolutionskalender. Die Geburten zwischen 1806 und 1814 sind auf französisch beurkundet, ab 1815 wieder auf deutsch. Ab 1876 wurden dann die standartisierten Vordrucke der Personenstandsregister verwendet. In den Dokumenten weicht meistens das Geburtsdatum von dem der Beurkundung ab. Je nach Formular und individuellen Formulierungen des Beamten sind folgende Angaben zu finden:

  • Laufende Nummer des Dokuments
  • Datum der Beurkundung
  • Anzeigende Person: Beruf, Vornamen, Nachname, Mädchenname, Wohnort/Adresse, Konfession
  • Mutter: Vornamen, Nachname, Mädchenname, Ehemann, Konfession, Wohnort/Adresse
  • Kind: Geburtsdatum, Zeitpunkt der Geburt, Geschlecht, Vornamen
  • Unterschriften

Informationen zur Benutzung

Am Rand der Dokumente können nachträglich eingefügte Notizen zu weiteren Ereignissen aus dem Leben des Kindes vermerkt sein. Diese werden auch als “Beischreibungen” bezeichnet und sind nicht über die Suchmaske erschlossen. In den Fällen, in denen das Kind bei der Geburt noch keine Vornamen erhalten hat, sind diese in der Beischreibung nachgetragen worden. Bei der anzeigenden Person handelt es sich oft um eine Hebamme oder den Vater des Kindes.

In der Box „Diese Sammlung durchsuchen“ kann zunächst die Gemeinde, danach die gewünschte Laufzeit ausgewählt werden. Sind Namensverzeichnisse enthalten, befinden sich diese meist am Ende der jeweiligen Register.