Quelleninformationen

Ancestry.com. Deutschland, Volksbund, Indizes von Kriegsopfern, 1. und 2. Weltkrieg, 1870-1955 [Datenbank online]. Lehi, UT, USA: Ancestry.com Operations, 2023.
Ursprüngliche Daten: Volksbund, German War Graves Commission. GGermany, Volksbund, Indexes of Victims of War, WW1 and WW2, 1870-1955. Kassel, Hesse, Germany: Volksbund, German War Graves Commission.

 Deutschland, Volksbund, Indizes von Kriegsopfern, 1. und 2. Weltkrieg, 1870-1955

Über die Sammlung „Deutschland, Volksbund, Indizes von Kriegsopfern, 1. und 2. Weltkrieg, 1870-1955“

Allgemeine Sammlungsinformationen

Die Sammlung enthält Geburtsindizes der deutschen Kriegsgräberkommission des Volksbunds. Die Aufzeichnungen in der Sammlung datieren zwischen 1870 und 1955. Die Indizes sind zu Gedenkszwecken vorgesehen, und nicht zur Forschung, und die Informationen beschränken sich auf Namen und Daten. Die Indizes enthalten keine Details aus Militärregistern, und die Sammlung hat keine Bilder der ursprünglichen Aufzeichnungen.

Verwendung dieser Sammlung

Die Aufzeichnungen in dieser Sammlung enthalten u. a. folgende Informationen:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Die Informationen in dieser Sammllung können zur Bestätigung verwendet werden, dass Ihr Vorfahre in einem Krieg umgekommen oder vermisst ist. Geburtsdaten und -orte in den Indizes können Ihnen helfen, andere militärische oder zivile Register zum Fortsetzen Ihrer Suche zu finden. Die Indizes enthalten Daten für etwa 4,8 Millionen Deutsche, die in einem Krieg umkamen, darunter auch nicht am Kampf Teilnehmende wie Zivile, Krankenpfleger und Kinder, aber das Projekt läuft noch, und Sie finden Ihren Vorfahren u. U. nicht in den Indizes.

    Sammlung im Kontext

    Die Indizes wurden von der deutschen Kriegsgräberkommission basierend auf Informationen aus Kriegsberichten und Grabstätten erstellt. Die Indizes sind sekundäre historische Quellen mit Informationen aus primären Quellen.

    Der Volksbund wurde am 16. Dezember 1919 gegründet, etwa ein Jahr nach dem Ende des 1. Weltkriegs. Die vorgesehene Aufgabe der Organisation war die Pflege und Erstellung von Kriegsgräbern. Diese Arbeit begann in den 1920er Jahren, wurde aber in den 1930er Jahren angehalten, als die Nazi-Partei an die Macht kam. Die Arbeit des Volksbundes wurde Ende der 1940er Jahre nach der Vernichtung des 2. Weltkriegs wieder aufgenommen.

    Die deutsche Kriegsgräberkommission beschreibt seine Mission wie folgt:

    “Die ständig wachsende Datenbank der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. ermöglicht die Suche nach dem Aufenthaltsort deutscher Kriegsopfer und enthält derzeit über 4,95 Millionen Einträge (ab 2023). Die deutsche Kriegsgräberkommission gedenkt der Toten aus beiden Weltkriegen und Opfern der Tyrannei. Diese Datenbank, die mit der Funktion einer Gräberliste verknüpft ist, hat einen rein dokumentierenden Zweck. Wir sind uns bewusst, dass die deutsche Politik und Kriegsführung unglaubliche Verbrechen beging, besonders im 2. Weltkrieg. Die Opfer des Kriegs und der Tyrannei verdienen unser Mitgefühl und Gedenken. Der Tod jedes Mannes im Krieg ist eine Erinnerung an den Frieden. Auch die schuldigen Toten haben das Recht auf ein Grab. Daher werden derzeit die Namen aller deutschen Toten dokumentiert. Die deutsche Kriegsgräberkommission bemüht sich um die Versöhnung und um Verständnis und engagiert sich für ein vereintes Europa. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist eine humanitäre Organisation. Im Namen der deutschen Bundesregierung widmet er sich der Aufgabe, Kriegstote im Ausland zu suchen und zu bergen, sie mit Würde zu begraben und ihre Gräber zu pflegen. Der Volksbund sorgt sich um Verwandte und berät öffentliche und private Entitäten über Fragen der Kriegsgrabpflege, auch auf internationaler Ebene. Er beteiligt sich an der Kultur des Gedenkens und fördert Treffen und Bildung für junge Leute am Ruheort der Toten."

    Die Todesindizes enthalten Informationen über Soldaten, die in Kriegen zwischen 1870, am Anfang de Deutsch-Französischen Kriegs, und den beiden Weltkriegen umkamen. Deutschland verlor 1,6 Millionen Kriegstote im 1. Weltkrieg, was nur von den 1,7 Millionen Toten Russlands übertroffen wurde. Die Todesrate der deutschen Wehrmacht lag über 5,5 Millionen im 2. Weltkrieg.

    Bibliografie

    Encyclopedia Britannica. „Franco-German War“ („Französisch-Deutscher Krieg“). Letzte Änderung am 7. April 2023. https://www.britannica.com/event/Franco-German-War.

    Library of Congress. "Mobilized Strength and Casualty Losses" („Mobilisierte Kräfte und Todesfälle“). https://www.loc.gov/collections/world-war-i-rotogravures/articles-and-essays/events-and-statistics/mobilized-strength-and-casualty-losses/.

    The National World War II Museum. "Research Starters: (Forschungsstarter) Worldwide Deaths in World War II" (weltweite Todesfälle im 2. Weltkrieg“). https://www.nationalww2museum.org/students-teachers/student-resources/research-starters/research-starters-worldwide-deaths-world-war.

    Volksbund. "A brief introduction" (Eine kurze Einführung). https://www.volksbund.de/en/a-brief-introduction.

    ---. "Gravesearch online" („Grabsuche online“). https://www.volksbund.de/en/erinnern-gedenken/gravesearch-online.

    ---. "Together for Peace" („Zusammen in Frieden“). https://www.volksbund.de/en/together-for-peace.