Kirchenbücher online, 1700-1918

Kirchenbücher gehören zu den wichtigsten Quellen für die Ahnenforschung und Familienforschung, bieten sie doch umfangreiche Informationen über Taufen, Trauungen und Sterbedaten. Kirchenbücher existieren seit dem 15. Jahrhundert und wurden unabhängig von Stand, Geschlecht und Vermögen der Personen geführt.

Ancestry bietet Ihnen Zugriff auf mehr als 5 Millionen Namen aus Kirchenbüchern aus Deutschland. Das Angebot an historischen Dokumenten auf Ancestry wird kontinuierlich erweitert und ergänzt.

Kirchenbuch-Zweitschriften online, Brandenburg, Posen, Pommern und Schlesien, 1700-1874

Kirchenbuch-Zweitschriften,
Brandenburg, Posen, Pommern und Schlesien, 1700-1874

In Zusammenarbeit mit dem Brandenburgisches Landeshauptarchiv, bietet Ancestry Ihnen mehr als 2 Millionen Namen aus den Kirchenbuch-Zweitschriften.

Jetzt Kirchenbücher durchsuchen

Sie können die digitalisierten Kopien der Kirchenbuch-Zweitschriften ausdrucken, speichern und Ihrem Stammbaum hinzufügen.

Hier haben Sie direkten Zugriff auf die Kirchenbücher aus einzelnen Regionen:

Tipps für die Suche

Diese Kirchenbücher sind noch nicht indexiert. Um diese Datenbank zu durchsuchen, wählen Sie zunächst eine Gemeinde und dann eine Zeitperiode aus.

Ein Band enthält evtl. mehrere Jahrgänge. In der Regel sind sie chronologisch und dann nach Taufen-, Trauungen- und Sterbedaten zugeordnet. Überspringen Sie mehrere Seiten um z.B. direkt zu den Trauungsdaten zu gelangen. In einigen Bänden finden Sie auch einen Index am Anfang des Buches.

Hintergrundinformationen zu den Kirchenbuch-Zweitschriften

Kirchenbücher wurden bereits seit dem 15 Jahrhundert geführt. Schon im Jahre 1435 erließ der Konstanzer Bischof Friedrich III. eine Anweisung, Kirchenbücher zu führen. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich aber noch nicht gleich jede Kirche an diese Anweisung und Pfarrer entschieden oftmals individuell, welche Informationen sie im Kirchenbuch eintrugen. In der Praxis dauerte es so oft noch Jahrzehnte, bevor Kirchenbücher überall konsequent geführt wurden.

Der Staat erkannte früh den Wert der Kirchenbücher. Im Jahre 1794 erließ Friedrich Wilhelm II. ein Landrecht, das die evangelischen und katholischen Gemeindenverpflichtete, jedes Jahr den zuständigen Gerichten ein Duplikat der Kirchenbücher zu übergeben. Die sogenannte Kirchenbuch-Zweitschriften bzw. Duplikate der Kirchenbücher dienten dem Staat vor allem als Grundlage für Steuern und Abgaben, aber auch zur Berechnung der zukünftigen Stärke der Armee (anhand der getauften Jungen).

Die Kirchenbuch-Zweitschriften werden heute in der Regel in den staatlichen Archiven aufbewahrt.

Auch wenn die Kirchenbücher eine große Zeitspanne und viele Regionen Deutschlands abdecken, muss berücksichtigt werden, dass zahlreiche Kirchenbücher bzw. Kirchenbuch-Zweitschriften in den Kriegen der letzten Jahrhunderte verloren gegangen sind.

Inhalte der Kirchenbüchern

Es gibt kein Standardformat der Kirchenbücher. In einigen Kirchenbüchern finden sich Tabellen, in anderen Fließtext, je nachdem was der Pfarrer niedergeschrieben hat.

Hier eine Aufzählung der in den meisten Fällen vorhandenen Angaben in den jeweiligen Einträgen in Kirchenbücher:

Taufen

  • Vor- und Nachname des Kindes
  • Vor- und Nachname des Vaters
  • Vor- und Mädchenname der Mutter
  • Tag und Ort der Geburt
  • Tag und Ort der Taufe
  • Namen der Taufpaten.

Die Namen der Taufpaten können oftmals ein Hinweis auf weitere Familienmitglieder sein.

Kirchenbücher online - Beispielseite - Taufen
Beispielseite - Taufen

Heiratseintrag

  • Vor- und Nachname, Alter, Beruf und Wohnort des Bräutigams
  • Vor- und Nachname, Beruf, Wohnort der Eltern des Bräutigams
  • Vor- und Nachname, Alter, Beruf und Wohnort der Braut
  • Vor- und Nachname, Beruf, Wohnort der Eltern der Braut
  • Ob Braut und Bräutigam vorher schon einmal verheiratet waren
  • Daten und Ort der Aufgebote
  • Tag und Ort der Trauung
  • Namen der Trauzeugen

Kirchenbücher online - Beispielseite - Trauung
Beispielseite - Trauung
Auf der linken Seite ist Informationen zu dem Bräutigam und auf der rechten zu der Braut

Sterbeeintrag

  • Vor- und Nachname, Alter, Beruf und Wohnort des Verstorbenen
  • Hinterlassene Familienmitglieder, z. B. Ehepartner, Kinder, Eltern, etc.
  • Todesursache
  • Tag und Ort des Todes
  • Tag und Ort der Beerdigung

Kirchenbücher online - Beispielseite - Gestorbene
Beispielseite - Sterbeeintrag

Schreibweisen von Vor- und Nachnamen

Einige der alten Kirchenbücher wurden auf Latein geführt, das heißt, dass Jacob dort als Jacobus, Albert als Albertus und niedergeschrieben wurden. Ein anderer Brauch war, dass an die Nach- und vor allem Mädchennamen der Frauen immer ein –in gehängt wurde, so wurde z.B. aus Anna Meier im Kirchenbuch Anna Meierin, aus Maria Schmidt wurde Maria Schmidtin.

Ebenso ist zu berücksichtigen, dass früher nicht jeder lesen und schreiben konnte, daher ging man zur Kirche, nannte seinen Namen und der Pfarrer schrieb diesen auf wie er meinte, dass dieser geschrieben wird. Ein Herr Meier kann also auch als Mayer oder Maier aufgeführt sein. Eine Frau Schmidt kann als Schmid oder Schmied eingetragen worden sein.

In Zusammenarbeit mit
  • Brandenburgisches Landeshauptarchiv
  • Landeshauptarchiv Schwerin
Vorfahren aus den ehemaligen Ostgebieten

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Lesehilfe für die Kirchenbücher

Falls Sie Schwierigkeiten mit der Schrift in den Kirchenbücher haben, empfehlen wir Ihnen diesen Artikel über alte Schriften in unserem Infocenter bzw. die Alphabettabelle der Frakturschrift, der Sütterlin-Schrift und der Kurrentschrift als PDF herunterzuladen.

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