Wie kann sich mein Abstammungsmix im Laufe der Zeit ändern?

Ihren Abstammungsmix haben wir mit Hilfe der uns vorliegenden Daten und mit Hilfe der Verfahren ermittelt, mit denen wir Ihre Testergebnisse mit diesen Daten abgleichen. Weil wir laufend weitere Daten erfassen und unsere Verfahren permanent verfeinern, kann sich dieser Abstammungsmix im Laufe der Zeit noch ändern.

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Was könnte sich ändern?

Ihre Prozentanteile für eine Region können sich ändern. Neue Regionen können auftauchen. Bisherige Regionen können verschwinden, insbesondere wenn sie nur einen geringen Anteil hatten. Und vielleicht ändert sich auch gar nicht viel.

Vielleicht sehen Sie neue Regionen.

Als AncestryDNA im Jahr 2012 startete, konnten wir Ihre DNA 22 möglichen Regionen zuordnen. Heute sind es mehr als 1.500 Regionen.

Vielleicht werden aus den bisherigen Regionen neue Regionen.

Die bisherige Region „Naher Osten“ beispielsweise gibt es jetzt nicht mehr. Eine Abstammung aus dieser Weltregion drückt sich jetzt durch Abstammungsanteile aus einer oder mehreren der drei neuen Regionen – Arabische Halbinsel, Levante und Ägypten – und anderen angrenzenden Regionen aus. Weiterhin wurde die Region Schweden zu „Schweden und Dänemark“ geändert und liefert jetzt bessere Ergebnisse für Menschen mit schwedischer und dänischer Abstammung. 

Vielleicht ändern sich die Prozentanteile nach oben oder unten.

Wir haben unsere Referenzgruppe erweitert und die Auswertung aktualisiert, so dass wir bei AncestryDNA sowohl neue Regionen erkennen als auch noch zuverlässiger feststellen können, ob Ihre DNA mit einer bestimmten Region verbunden ist. Diese Verbesserungen führen dazu, dass Ihre Anteile bei den verschiedenen Regionen steigen oder sinken können.

Vielleicht verschwinden einige Regionen ganz aus Ihrem Abstammungsmix.

Weil wir inzwischen mehr über die Verbindung zwischen Regionen und DNA wissen, fallen einige Regionen möglicherweise ganz aus Ihrem Abstammungsmix heraus. Das betrifft insbesondere Regionen, die bisher in Ihrem Abstammungsmix mit einem geringen Prozentanteil aufgeführt wurden.

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Was steckt hinter den Änderungen?

Um die Prozentbereiche in deinem Abstammungsmix zu berechnen, vergleichen wir deine DNA mit Proben aus unserer Referenzgruppe. Die Referenzgruppe besteht aus DNA-Proben von Personen mit langer familiärer Verwurzelung in einer bestimmten Region bzw. Bevölkerungsgruppe. Bei unserer Analyse ordnen wir jedes Segment deiner DNA der Bevölkerungsgruppe in der Referenzgruppe zu, mit der es am meisten Ähnlichkeit hat. Wenn ein Abschnitt deiner DNA also beispielsweise der DNA von der Referenzgruppe in Mali am ähnlichsten ist, ordnen wir diesen Abschnitt Mali zu. Genauso verfahren wir mit allen weiteren Abschnitten.

Derzeit enthält die Referenzgruppe über 55.000 Proben, anhand derer wir die Welt in 77 Regionen einteilen können.

Je mehr Proben wir haben, desto besser sind wir für folgende Aufgaben aufgestellt: Wir können die Welt in noch mehr Regionen einteilen und wir können präziser ermitteln, wie der „Fingerabdruck“ von DNA aus diesen Regionen aussieht.

Mit mehr Proben wird der „Fingerabdruck“ einzelner Regionen deutlicher.

Die DNA von Menschen aus eng verwandten Regionen kann sehr ähnlich sein, was die Unterscheidung natürlich erschwert. Unsere Referenzgruppe liefert uns das genetische Profil, quasi den „Fingerabdruck“ der einzelnen Herkunftsregionen. Damit können wir die Regionen identifizieren und ihnen den Prozentanteil in Ihrem Abstammungsmix zuweisen. Je mehr Proben wir haben, desto deutlicher wird der Fingerabdruck. Damit können wir die einzelnen Regionen besser voneinander unterscheiden. Für Ihren Abstammungsmix bedeutet das, dass er genauer wird und sich seine Zusammensetzung eventuell ändert. Es wird jedoch vermutlich immer auch Regionen geben, deren Menschen schon so lange eng zusammenleben, dass für sie niemals nur ein Fingerabdruck zutreffen wird.

Die Auswertung des Fingerabdrucks

Unser Algorithmus zur DNA-Auswertung kombiniert wissenschaftliche Erkenntnisse und die Verfahrensschritte, mit denen wir Ihre DNA mit den 77 Bevölkerungsgruppen in unserer Referenzgruppe abgleichen. Das Ergebnis ist Ihr Abstammungsmix. Seit dem Start von AncestryDNA haben wir den Algorithmus bereits einige Male aktualisiert. Bei einer solchen Aktualisierung kann es vorkommen, dass sich Ihre Ergebnisse ändern und noch genauer werden.

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Wie kann sich meine DNA ändern?

Keine Sorge, an Ihrer DNA hat sich gar nichts geändert. Was sich geändert hat, ist unser Wissen über DNA, die Menge der verfügbaren Daten und die Verfahren, mit denen wir nach Hinweisen auf Ihre Herkunft suchen können. Sie bleiben ganz und gar Sie selbst.

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Wie ermittelt AncestryDNA die Regionen in meiner DNA-Geschichte?

Die Regionen in Ihrer DNA-Geschichte haben wir mit zwei verschiedenen Verfahren ermittelt: auf Grundlage der AncestryDNA-Referenzgruppen und mit genetischen Gruppen – unserer „Genetic Communities™“-Technologie.

Die AncestryDNA-Referenzgruppe besteht hauptsächlich aus Menschen, deren Familie weit zurückreichende und belegte Wurzeln in einer bestimmten Region hat. Wir vergleichen Ihre DNA mit dieser Referenzgruppe, um eine mögliche, hunderte bis tausend Jahre zurückliegende Herkunft aus dieser Region zu prüfen. Regionen mit durchgezogenem Kreis wurden anhand der Referenzgruppe ermittelt.

Unsere Technologie der „Genetic Communities“ ermittelt Gruppen von AncestryDNA-Mitgliedern, die aller Wahrscheinlichkeit nach über gemeinsame Vorfahren aus jüngerer Zeit miteinander verwandt sind, die aus derselben Region oder derselben Kultur stammen. Über diese Gruppen lässt sich auf Regionen schließen, in denen Ihre Vorfahren möglicherweise vor nicht allzu langer Zeit gelebt haben. Regionen mit gestrichelter Umrandung wurden anhand dieser genetischen Gruppen ermittelt.

Unsere DNA-Analysen verwenden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Unsere Technologie „Genetic Communities“ ist ein Beispiel dafür. In früheren Versionen des Abstammungsmixes haben wir noch keine genetischen Gruppen aufgeführt, weil es diese Daten damals noch gar nicht gab! Entdeckt wurden die genetischen Gruppen erst von den Wissenschaftlern von AncestryDNA, als schon hunderttausende Menschen einen AncestryDNA-Test gemacht hatten. Die wissenschaftlichen Verfahren werden immer leistungsfähiger und wir können auf immer umfangreichere Datenbestände zurückgreifen, daher kann sich Ihr Abstammungsmix noch weiter ändern.

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Warum enthält mein Abstammungsmix Regionen, die bei einem anderen Familienmitglied nicht auftauchen?

Da es dem Zufall überlassen ist, welcher Teil der DNA an die Nachkommen vererbt wird, stimmen Ihre Ergebnisse nie genau mit denen von anderen Familienmitgliedern überein. (Lesen Sie mehr über die Vererbung von DNA.)

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Warum haben sich bei mir einige Prozentsätze so stark verändert?

Ein um ein paar Prozentpunkte geänderter Wert bei den Regionen ist ja nicht so dramatisch, aber Sie lesen dies vermutlich gerade, weil sich bei Ihnen ein Wert um 10 bis 20 Prozent geändert hat, vielleicht sogar noch mehr. Das ist dann schon etwas irritierend. Hier einige Gründe, die hinter einer so starken Änderung stecken können.

Eng verwandte ethnische Gruppen sind jetzt feiner gegeneinander abgegrenzt.

Die DNA von Menschen aus eng verwandten Regionen kann sehr ähnlich sein, was die Unterscheidung natürlich erschwert. Wir haben jetzt die Möglichkeit, DNA in längeren Abschnitten zu untersuchen als bisher, und haben außerdem noch mehr Proben in unseren Referenzgruppen. Dadurch können wir die Unterschiede in DNA aus solchen Regionen besser erkennen. Beispielsweise ordnen wir bestimmte DNA-Profile jetzt Deutschland oder Frankreich zu und nicht mehr wie früher der übergeordneten Region Westeuropa. Oder vielleicht enthält Ihr neuer Abstammungsmix neue Regionen oder Prozentsätze, die bisher anderen Regionen zugewiesen waren.

Eine bisher aufgeführte ethnische Herkunft ist in kleinere Regionen unterteilt worden.

In diesem Fall hast du zwar eine Herkunftsangabe verloren, aber dafür andere gewonnen. So sind 2021 zum Beispiel drei weitere Regionen auf dem amerikanischen Kontinent neu hinzugekommen. Wer also bisher „Ureinwohner Amerikas – Anden“ im Abstammungsmix stehen hatte, sieht dort jetzt vermutlich eine Kombination aus den neuen Regionen „Chile“, „Ecuador“ und „Bolivien und Peru“. Außerdem gibt es die bisherige Region „Naher Osten“ jetzt nicht mehr. Eine Abstammung aus dieser Weltregion drückt sich jetzt in den drei neuen Regionen – Arabische Halbinsel, Levante und Ägypten – und anderen angrenzenden Regionen aus.

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Warum fehlt bei mir eine Region, die ich ganz sicher erwartet habe?

Wenn eine Region, die Sie in Ihren Ergebnissen erwartet haben, dort fehlt, kann dies verschiedene Gründe haben, beispielsweise:

Es gibt genetische Einflüsse aus benachbarten Bevölkerungsgruppen.

Einige Bevölkerungsgruppen sind einander sehr ähnlich. So können die genetischen Profile vieler benachbarter europäischer Länder sich stark ähneln, weil sich die Bevölkerung dieser Länder im Laufe der Zeit stark miteinander vermischt hat. Auch in Westafrika gibt es viele verschiedene ethnische Gruppen, die in mehreren Ländern zu finden sind.

Der in der Abstammungsanalyse ermittelte Wert liegt nahe am Grenzwert.

Möglicherweise sind die DNA-Übereinstimmungen zwischen Ihnen und den Proben unserer Referenzgruppe nicht ausreichend, um diese ethnische Herkunft in Ihrer DNA erkennen.

Vielleicht war das einfach nur ein Zufall bei der Weitergabe der Gene.

Jeder Mensch erhält 50 % seiner DNA von seiner Mutter und 50 % von seinem Vater. Das bedeutet aber auch, dass jedes Elternteil die Hälfte seines Erbguts nicht an seine Nachkommen weitergibt. Welche Anteile weitergegeben werden und welche nicht, ist vollkommen dem Zufall überlassen. So kann es sein, dass Sie keine ausreichende Menge derjenigen genetischen Marker geerbt haben, die häufig in einer bestimmten Region vorkommen. Das heißt natürlich nicht, dass diese Region nicht zu Ihrer Familiengeschichte gehört.

Angaben zur ethnischen Herkunft sind nicht in Stein gemeißelt.

Die Ermittlung der Herkunftsregionen Ihrer Familie anhand Ihrer DNA stützt sich auf einen Datenpool, der laufend erweitert wird, und modernste wissenschaftliche Verfahren, die immer weiter verfeinert werden. Sie können davon ausgehen, dass sich im Zuge wachsender Datenbestände und des wissenschaftlichen Fortschritts bei der DNA-Analyse hier noch Änderungen und Verbesserungen ergeben.

Die von uns verwendeten Regionen sind nicht deckungsgleich mit den politischen Grenzen von heute.

Da sich Ländergrenzen und Wanderungsbewegungen im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verschoben haben, stimmen die angegebenen Regionen nicht immer mit den Staatsgrenzen der Gegenwart überein. So kommt es vor, dass Menschen aus Österreich aufgrund des österreich-ungarischen Kaiserreichs mehr DNA-Anteile haben, die auf Osteuropa und Russland hinweisen als auf das deutschsprachige Mitteleuropa. Und einige unserer Regionen, etwa die der südlichen Bantuvölker, erstrecken sich über viele Ländergrenzen hinweg.

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Warum passen die Angaben in meinem Abstammungsmix nicht zu dem, was ich aus meinem Stammbaum weiß?

Eine Frage hört man immer wieder, wenn sich Menschen über ihren Abstammungsmix unterhalten: „Aber wo ist denn [hier die erwartete Region denken] in meinen Genen?“ Wenn die Aufschlüsselung Ihrer ethnischen Herkunft nicht mit dem übereinzustimmen scheint, was Sie über Ihre Abstammung wissen, kann das verschiedene Ursachen haben.

Sie haben nichts von der DNA geerbt, die wir mit einer ethnischen Region verbinden.

Eltern vererben die Hälfte ihrer DNA an ihre Kinder – aber welche Hälfte das ist, bleibt vollständig dem Zufall überlassen. So kann es passieren, dass sogar Geschwister einen unterschiedlichen Abstammungsmix haben. Auch wenn Sie beispielsweise einen schwedischen Vorfahren irgendwo in Ihrem Stammbaum haben, ist es zu einem großen Teil Zufall, ob Sie tatsächlich schwedische DNA geerbt haben.

In Ihrem Stammbaum gibt es eine Menge Menschen, die sich nicht in Ihrer genetischen Zusammensetzung verewigt haben.

Mit jeder Generation sinkt die Wahrscheinlichkeit, DNA von einer ganz bestimmten Person in Ihrem Stammbaum zu erben. Das heißt, Ihr Stammbaum ist voller Menschen, die zwar keine Spuren in Ihrer DNA hinterlassen haben, aber trotzdem zu Ihrer Familie gehören. Das trifft um so mehr zu, je weiter Sie im Stammbaum zurückgehen.

Nachbarn können einander sehr ähnlich sein.

Zum Teil ermitteln wir deinen Abstammungsmix, indem wir deine DNA-Probe mit Proben aus unserer Referenzgruppe vergleichen, wobei wir die Erde in mehr als 77 einander überlappende Regionen einteilen. Diese Vergleiche stützen sich auf statistische Wahrscheinlichkeiten, denn es gibt nicht den prototypischen Menschen mit ausschließlich französischer, koreanischer oder ägyptischer DNA. Weil unsere Angaben statistisch errechnet werden und Regionen sich überschneiden, kann es sein, dass deine DNA stärker mit einer benachbarten Region in unserer Referenzgruppe übereinstimmt als mit der Region, in der deine Vorfahren lebten.

Gene richten sich nicht nach modernen Staatsgrenzen.

Vor dem Ersten Weltkrieg sah die Landkarte Europas noch ganz anders aus und vor 200 Jahren erst recht. Es kann daher sein, dass Ihre Vorfahren zwar aus einem bestimmten Land stammen, genetisch aber näher mit den Menschen aus angrenzenden Regionen verwandt sind. Friesen beispielsweise leben in den Niederlanden und Norddeutschland, haben aber auch Verbindungen zu den Angelsachsen in England. Die Grenzen vieler Länder in Afrika stammen aus der Kolonialzeit und orientieren sich nicht an Bevölkerungsgruppen oder geografischen Gegebenheiten. Und in unseren Regionen für die Ureinwohner Amerikas und Australiens haben Menschen schon lange gelebt, bevor es die heutigen Staaten oder Grenzen gab.

Urgroßmutter war gar nicht so ostpreußisch, wie Sie dachten.

In unserer Vorstellung kommen unsere Vorfahren aus einem bestimmten Ort. Aber ebenso wie Menschen heute hatten auch die Menschen zur Zeit unserer Vorfahren gemischte Abstammungen. Wenn also die Urgroßmutter, die in Ostpreußen geboren und aufgewachsen ist, tatsächlich nur zur Hälfte ostpreußisch war, konnte sie natürlich auch nur viel weniger „ostpreußische“ DNA weitergeben.

Manche Gegenden sind einfach kompliziert.

In einigen Regionen, Nigeria etwa, leben viele verschiedene Völker und Gruppen. Andere, zum Beispiel einige Teile Europas, hatten ziemlich durchlässige Grenzen, und die Leute dort haben auch Menschen aus den benachbarten Regionen geheiratet. Beide Varianten machen es schwierig, Volksgruppen zu identifizieren oder voneinander zu unterscheiden. Deswegen bleibt die Ermittlung der ethnischen Herkunft eine permanente Herausforderung – der die Wissenschaftler von AncestryDNA begegnen, indem sie mehr DNA-Daten erfassen und noch eifriger forschen.

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Was passiert, wenn Sie keine Daten aus der Region haben, aus der meine Vorfahren stammen?

AncestryDNA ermittelt den Abstammungsmix auf der Grundlage der verfügbaren Daten. Aber wie gehen wir vor, wenn uns nicht viele Daten über eine Region vorliegen? Ein aktuelles Beispiel: Wir haben noch nicht genügend Daten, um zwischen Laos, Kambodscha und Thailand zu unterscheiden. Vorerst erhalten Menschen aus diesen Ländern in ihren Ergebnissen daher in der Regel einen Mix aus Südostasien, Dai (Thai), Vietnam und China.

Und noch zwei Dinge: Einige Volksgruppen unterscheiden sich in genetischer Hinsicht nicht stark genug, um als eigene Gruppen erfasst zu werden. Und dann ändern sich Ländergrenzen ja auch im Laufe der Geschichte, so dass die heutigen Staatsgrenzen nicht unbedingt mit den Verbreitungsgebieten genetischer Gruppen übereinstimmen. So kann es Volksgruppen und Länder geben, für die es nie eine Eins-zu-eins-Entsprechung zu einer Region geben wird.

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Was ist bei den westafrikanischen Regionen los?

Uns ist bewusst, dass einige unserer Kunden mit Herkunftsanteilen aus Westafrika bei Aktualisierungen ihres Abstammungsmixes ein gewisses Hin und Her bei den Ergebnissen festgestellt haben. Wir haben hier einige Gründe dafür zusammengestellt und können Ihnen auch jetzt schon sagen, wo in der Zukunft ebenfalls Änderungen möglich sind.

Wir haben unsere Referenzgruppe erweitert und können unsere genetische Region Nigeria jetzt sehr viel besser erkennen. Das bedeutet, dass bei einigen Mitgliedern der nigerianische Anteil im Abstammungsmix gestiegen oder gesunken ist. Das bedeutet gleichzeitig, dass der Anteil in Ihrem Abstammungsmix, der jetzt Nigeria zugeordnet ist, zuvor einer anderen, vermutlich nahe gelegenen Region zugeordnet war. Dort werden sich also auch Änderungen finden.

Auch bei unseren früheren Regionen „Benin und Togo“ sowie „Elfenbeinküste und Ghana“ hat sich viel verändert. Wir arbeiten weiter an allen unseren afrikanischen Regionen – und je besser wir einzelne Regionen identifizieren können, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie bei diesen Regionen Änderungen in den Prozentanteilen feststellen werden.

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Warum haben sich die Ergebnisse aus Großbritannien und Irland in den letzten Jahren so stark verändert?

Historisch gab es schon immer einen engen Austausch zwischen den Menschen in den heutigen Ländern Schottland, England, Irland und Wales. Der Austausch war sogar so eng, dass es bei einigen DNA-Proben schwierig war zu entscheiden, ob sie eher zu England, Schottland oder Wales gehören, oder ob im Falle von Menschen aus Südwest-Schottland oder Nordirland Irland oder Schottland passender ist.

Jetzt kann AncestryDNA Menschen aus eng verwandten Regionen wie diesen leichter unterscheiden. Dadurch konnten wir die britischen Inseln in vier eigene Regionen aufteilen: Wales, Schottland, Irland sowie England und Nordwesteuropa.

Menschen mit Vorfahren aus England oder den nördlichen Countys in Irland haben deshalb jetzt eventuell einen höheren Anteil aus Schottland in ihrem Abstammungsmix, als sie angesichts der Familiengeschichte erwartet hätten, – oder auch umgekehrt. Das ist eine naheliegende Konsequenz, wenn man mehrere so eng miteinander verwandte Völker rein auf DNA-Ebene auseinanderhalten will.

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In der neuen Version ist der Anteil von Schweden und Dänemark in meinem Abstammungsmix gestiegen. Woran liegt das?

Die neue Region „Schweden und Dänemark“ liefert jetzt bessere Ergebnisse für Menschen mit schwedischer und dänischer Abstammung. Generell ist zu erwarten, dass Mitglieder mit schwedischer und/oder dänischer Abstammung für die neue Region „Schweden und Dänemark“ jetzt einen höheren Prozentanteil sehen als für die alte Region „Schweden“.

Auch Mitglieder mit Herkunftsanteilen aus Regionen, die in der Nachbarschaft liegen oder geschichtlich mit Dänemark verbunden sind (etwa Norddeutschland, der Norden der Niederlande und Südostengland), werden eventuell einen höheren Anteil der Region „Schweden und Dänemark“ feststellen.

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Aus meiner Region „Schweden“ ist jetzt „Schweden und Dänemark“ geworden. Warum hat sich das geändert?

Die neue Region „Schweden und Dänemark“ liefert jetzt bessere Ergebnisse für Menschen mit schwedischer und dänischer Abstammung. Generell ist zu erwarten, dass Mitglieder mit schwedischer Abstammung für die neue Region „Schweden und Dänemark“ jetzt einen etwas höheren Prozentanteil sehen als bei der alten Region „Schweden“.  Dänemark war bislang keine eigene Region, und die meisten Mitglieder mit dänischer Abstammung hatten in ihrem Abstammungsmix eine Mischung angrenzender Regionen, etwa Schweden, Norwegen, England und Nordwesteuropa oder die deutschsprachigen Regionen Europas. Mit dieser Aktualisierung werden die meisten Mitglieder mit dänischen Wurzeln für die neue Region „Schweden und Dänemark“ einen deutlich höheren Anteil feststellen als bei der alten Region „Schweden“.

Die meisten Menschen schwedischer und dänischer Abstammung werden auch weiterhin unterschiedliche Prozentanteile der entsprechenden Regionen in ihrem Abstammungsmix haben. Bei einer schwedischen Abstammung enthalten die Ergebnisse neben „Schweden und Dänemark“ auch häufig Anteile aus Norwegen oder Finnland. Bei einer dänischen Abstammung enthält der Abstammungsmix öfter Anteile von „England und Nordwesteuropa“ oder den deutschsprachigen Regionen Europas.

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Mein Anteil der Region „Ureinwohner Amerikas – Anden“ ist verschwunden. Woran liegt das?

An Stelle der früheren Region „Ureinwohner Amerikas – Anden“ haben wir jetzt zwei neue, eigenständige Regionen hinzugefügt. Die beiden neuen Regionen sind „Ureinwohner Amerikas – Ecuador“ und „Ureinwohner Amerikas – Chile“. Die frühere Anden-Region haben wir jetzt zu „Ureinwohner Amerikas – Bolivien und Peru“ umbenannt, um ihren verringerten Umfang deutlich zu machen. Dein Abstammungsmix kann jetzt Anteile jeder dieser drei Regionen enthalten.

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Mein Anteil der Region „Ureinwohner Amerikas – Mittelamerika“ ist verschwunden oder kleiner geworden. Woran liegt das?

Wir haben die Region „Ureinwohner Amerikas – Panama und Costa Rica“ neu aufgenommen. Dadurch haben sich die Ergebnisse in den angrenzenden Regionen verändert, zu denen auch „Ureinwohner Amerikas – Mittelamerika“ gehört. 

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Warum ist der Anteil der Region „Ureinwohner Amerikas – Yucatan“ so stark gestiegen?

Unsere Referenzgruppe enthält jetzt mehr DNA-Proben, und deshalb können wir benachbarte Regionen nun besser voneinander abgrenzen. Die Region „Ureinwohner Amerikas – Yucatan“ hat bei dieser Aktualisierung stark davon profitiert.

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Früher hatte ich „Türkei und Kaukasus“ in meinem Abstammungsmix, jetzt enthält er „Anatolien und Kaukasus“. Warum hat sich das geändert?

Wir haben den Namen geändert, damit er nicht nur die uns vorliegenden Daten besser wiedergibt, sondern auch die Vielfalt dieser Region mit mehreren Nationalstaaten und vielen ethnisch und kulturell unterschiedlichen Gruppen.

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Offenbar wurde meine Region Nordjapan mit dem Rest von Japan zusammengelegt. Warum wurde das geändert?

Die Bezeichnung „Japan“ wird unseren Daten besser gerecht und verhindert außerdem, dass man sich fälschlicherweise eine deutlich kleinere Region darunter vorstellt, wie es der Name „Nordjapan“ nahelegen könnte.

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Was ist aus der Region „Naher Osten“ geworden?

Ab dieser Aktualisierung gibt es die Region „Naher Osten“ bei uns nicht mehr. Vermutlich drückt sich deine Abstammung aus dieser Weltregion jetzt durch Abstammungsanteile aus einer oder mehreren der drei neuen Regionen – Arabische Halbinsel, Levante und Ägypten – und anderen angrenzenden Regionen aus. 

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Wie erhalten die Regionen ihre Namen?

Eigentlich orientieren wir uns mehr an Menschen als an Orten. Dennoch lehnen sich die Namen unserer Regionen in den meisten Fällen an heutige Staaten oder an Regionen an, in denen die Menschen in unserer Referenzgruppe bereits seit Generationen verwurzelt sind oder aus denen die Mitglieder einer Bevölkerungsgruppe vermutlich stammen.

Wir bei AncestryDNA setzen alles daran, die Weltbevölkerung angemessen abzubilden. Für den Zuschnitt und die Benennung unserer Regionen arbeiten wir mit den unterschiedlichsten externen Wissenschaftlern zusammen. Die Benennung unserer Herkunftsregionen durchläuft mehrere Etappen.

Am Anfang stehen Landkarten, die uns zeigen, welche DNA-Ergebnisse und welche ethnischen Zugehörigkeiten für Menschen, die schon lange in einer Region leben, am häufigsten sind. Wir überlegen außerdem, welche Personen die Region wahrscheinlich in ihren Ergebnissen haben werden, damit wir einen Namen finden, der nicht zu breit, aber auch nicht zu eng gefasst ist. Das ist unser Ausgangspunkt.

Manchmal erfragen wir anschließend für verschiedene mögliche Namen die Meinung von Mitgliedern aus der Region oder bitten sie um Vorschläge. Und schließlich bitten wir unsere externen Fachleute, die sich hervorragend in der Region auskennen, unsere Namensvorschläge auf Korrektheit und kulturelle Angemessenheit zu prüfen.

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Wie interpretiere ich die Regionskarten?

Für die Karten haben wir ausgewertet, welche durchschnittliche genetische Herkunft die Menschen haben, deren Familien schon seit Langem in einer bestimmten Region leben. Je kräftiger die Farbe, desto höher ist in der Regel der Anteil dieser Region im Abstammungsmix bei diesen Menschen. Da die Karten nur eine ungefähre Vorstellung von der Ausdehnung dieser Region geben, kann die Region auch bei Menschen außerhalb des markierten Bereichs im Abstammungsmix aufgeführt werden. Umgekehrt wird die Region nicht bei allen Menschen, die im markierten Bereich leben, im Abstammungsmix aufgeführt. Bei zwei Regionen – „Khoisan, Aka und Mbuti (Völker)“ und „Europäisch-jüdisch“ – haben wir auch historische Bevölkerungsdaten herangezogen, um die Regionen klarer zu definieren.

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Wie findet AncestryDNA die Geschichten für die Bevölkerungsgruppen in meiner DNA-Geschichte?

Unsere Technologie der „Genetic Communities™“ liefert die Grundlage für die Bevölkerungsgruppen. Genetic Communities oder auch genetische Gruppen sind Gruppen von AncestryDNA-Mitgliedern, die aller Wahrscheinlichkeit nach über gemeinsame Vorfahren aus jüngerer Zeit miteinander verwandt sind, die aus derselben Region oder derselben Kultur stammen.

Wenn wir eine Bevölkerungsgruppe erkannt haben, suchen wir nach Mustern in der ethnischen Herkunft und den Daten der mit AncestryDNA verknüpften Stammbäume, etwa die Geburtsorte von Vorfahren. Daraus sehen wir, wo die Vorfahren gelebt haben und wohin sie gezogen sind. Sie müssen keinen Stammbaum haben, um einer genetischen Gruppe zugeordnet zu werden. Allerdings helfen uns Stammbäume, die mit Testergebnissen verknüpft sind, die Geschichten herauszufinden, aus denen die Vergangenheit einer Bevölkerungsgruppe deutlich wird.

Historiker suchen anhand dieser Orts- und Zeitangaben nach den großen geschichtlichen Zusammenhängen, die die Mitglieder einer Gruppe verbinden. Unsere Hintergrundinformationen erzählen zwar sicherlich nicht genau die Geschichte Ihrer Vorfahren, legen aber nahe, dass sie bei diesen Orten und Ereignissen dabei waren.

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Warum enthalten meine Ergebnisse keine Bevölkerungsgruppen?

Wenn Sie keine klaren genetischen Verbindungen zu einer genetischen Gruppe haben oder wenn wir noch keine Gruppe gefunden haben, die zu Ihren Vorfahren passt, enthalten Ihre Ergebnisse keine Hinweise auf Bevölkerungsgruppen.

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Warum sind nicht alle Mitglieder meiner Familie Teil derselben Bevölkerungsgruppen?

Welchen Bevölkerungsgruppen wir Sie zuordnen, hängt davon ab, welche AncestryDNA-Mitglieder Ihre Matches sind. Wenn Mitglieder einer Familie unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zugeordnet sind, liegt das daran, dass jede Person einem eigenen Kreis von Personen mit DNA-Übereinstimmungen (Matches) angehört. Wegen des Musters, in dem DNA von Eltern an ihre Kinder weitergegeben wird, haben Mitglieder einer Familie unterschiedliche Matches: Ihre DNA stammt zur Hälfte von jedem Elternteil, aber jede dieser Hälften ist eine zufällige Auswahl aus der DNA des jeweiligen Elternteils. Deswegen haben Mitglieder einer Familie nie ganz genau dieselben Matches. Das gilt auch für Geschwister, denn sie erben jeweils unterschiedliche Teile der DNA ihrer Eltern. Deswegen können sie auch unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen angehören.

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Warum gibt es für Bevölkerungsgruppen keine Prozentsätze wie bei den Regionen im Abstammungsmix?

Bei den Regionen, die wir im Abstammungsmix aufführen, weisen wir Sie den Regionen zu, mit denen Ihre DNA die höchsten Übereinstimmungen aufweist. Bei den Bevölkerungsgruppen dagegen werten wir Ihre DNA-Matches aus, um zu ermitteln, zu welchen Bevölkerungsgruppen Ihre genetische Verwandtschaft am stärksten ist. Wie hoch die DNA-Übereinstimmungen bei DNA-Matches sind, kann ganz unterschiedlich sein: Manchmal sind sie hoch, manchmal nur sehr gering. Was Sie aber zum Teil einer Bevölkerungsgru

Das Ergebnis sagt Ihnen zwar nicht, wie viel Ihrer DNA von einer bestimmten Bevölkerungsgruppe stammt, kann aber in anderer Hinsicht viel genauere Angaben liefern, zum Beispiel zur Geographie.

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Warum beginnen die Zeitleisten verschiedener Bevölkerungsgruppen zu unterschiedlichen Zeitpunkten?

Grundlage für die Bevölkerungsgruppen sind AncestryDNA-Matches, die vermutlich Vorfahren hatten, die früher zur gleichen Zeit am gleichen Ort lebten. Allerdings lassen sich nicht alle Bevölkerungsgruppen über den gleichen Zeitraum zurückverfolgen. Einige Gruppen sind jüngeren Datums, andere dagegen reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück.

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Wie kann ich die Version meines Abstammungsmixes vor den neuesten Änderungen herunterladen?

Du kannst über den Link „Aktualisiert im September 2021“ unter deinen DNA-Ergebnissen frühere Versionen deines Abstammungsmixes herunterladen. Die früheren Ergebnisse stehen dir 90 Tage lang zur Verfügung.  

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Sie wollen noch mehr wissen? Super, dass Sie sich genauso für Genetik interessieren wie wir. Sehen Sie sich unser Whitepaper zur ethnischen Vorhersage an.