Truppengattungen

Truppengattungen

Seit Sommer 2011 ist die Sammlung der Kriegsstammrollen der bayerischen Armee vollständig online, inkl. Infantierie, Artillerie, Kavallerie.

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Truppengattungen

  • Finden Sie jetzt heraus, ob Ihr Ur-Großvater seine Brieftauben der Armee zur Verfügung stellte.
  • Oder vielleicht diente Ihr Ur-Großvater mit Oskar Maria Graf zusammen in der Militär-Bäcker-Abteilung

Ausgewählte Truppengattungen und interessante Formationen

Das Deutsche Alpenkorps

Die ersten deutschen Gebirgsjäger, die aus den Schneeschuhbataillionen hervorgingen.

Eisenbahn-Formationen

Während des Krieges diente ca. 1 Millionen Soldaten, die meistens mit der Eisenbahn (extra neu hergestellt worden) zur Front gebracht worden sind. Für diese große logistische Herausforderung gab es mehrere Formationen, u.a. Eisenbahn-Bau-KompanienFeldbahn-Betriebs-KompanienPanzerzugSeilbahn-Abteilungen und -Betriebs-Trupps und Unterwasser-Schneide-Abteilung.

Kraftfahr-Formationen

Zur Front kam man mit dem Zug und danach ging es zu Fuß, mit dem Pferd, auf dem Radl und zum Teil im Wagen. Zu diesen Formationen gehörten u.a. Kraftrad-AbteilungenPost-Kraftwagen-ParkSanitäts-Kraftwagen-Abteilungen oder sonstige Kraftwagen-Formationen.

Luftstreitkräfte

Damals gab es noch keine Luftwaffe und die Fliegertruppen und Luftstreitkräfte gehörten noch zur Armee. Es dienten nicht nur Bayern, sondern auch Soldaten aus Preußen und Schlesien, u.a. Lothar von Richthofen, Bruder des berühmten Roten Barons.

Auch die deutschen Palästinaflieger unter ihrem Kommandeur Franz Josef Walz mit Hauptquartier in Nazareth finden sich hier.

Nachrichtentruppen - darunter Brieftauben!

Während des 1. Weltkriegs steckte das Telefon noch in den Kinderschuhen und die Soldaten mussten sich auch auf andere Kommunikationsmittel verlassen, u.a. Funk, Telegraph, Blinker und sogar Brieftauben!

Brieftauben?

Die neue Nachrichtentechnik war während des Krieges in kritischen Kampfzonen noch nicht ausgereift genug. Drähte konnten leicht durchtrennt werden. Scheinwerfer und Blinker hatten Schwierigkeiten bei schlechtem Wetter und Rauch. Vor diesem Hintergrund setzen Soldaten oft Meldehunde und Brieftauben für die Nachrichtenübermittlung ein, die den tausend Kilometer Weg zurück in die Heimat finden konnten.

Brieftaubenträger

Hunde und Brieftauben in der Kampfzone

Im Band für die sonstigen Nachrichtentruppen finden sich im Bereich „Brieftauben-Schläge Formationen“ Anhänge mit Lebensläufen und Lebensberichten von Zivilisten die dokumentieren, wie Besitzer von Brieftauben-Schlägen überprüft wurden, bevor deren Brieftauben für militärische Zwecke genutzt worden sind.

Hunde und Brieftauben in der Kampfzone

Pioniere

Pioniere hatten technischen Aufgaben. Besonders interessant sind die Scheinwerfer- und Minenwerfer-Formationen oder aber auch Wallmeistertrupps (Festungsbauer). Allgemein findet man Brücken-, Sperr- oder Panzerpioniere.

Pioniere beim Brückenbau

Train-Formationen

Diese sind logistische Einheiten. In diesen Formationen finden sich Truppenteile und Einheiten, wie z.B. u.a. Feld-BäckereienFeld-SchlächtereienFleisch-Versorgungs-Stelle MünchenTragtier-Kolonnen und Post-Überwachungsstellen.

Bildnis vom Feldbäckerei

Soldaten und Brot

Wussten Sie schon, dass Oskar Maria Graf in der Militär-Bäcker-Abteilung diente?

Mehr militarische Aufzeichnungen

Fakten und Zahlen

Fakten und Zahlen

  • Zu Beginn des Jahres 1918 zählte das gesamte bayerische Heer 910.000 Mann (Feldheer alleine: 550.000) – dies entspricht ca. 13% der bayerischen Bevölkerung.
  • Die jüngsten Soldaten waren zum Teil erst 1901 geboren worden (der jüngste freiwillige bayerische Kriegsteilnehmer war erst 15 Jahre alt. Er hatte über sein wahres Alter falsche Angaben gemacht).
  • Als einer der letzten Kriegsteilnehmer des Ersten Weltkriegs starb am 29. Juli 2009 der Brite Henry William Allingham im Alter von 113 Jahren.
  • Der letzte deutsche Veteran aus dem Ersten Weltkrieg war Dr. Erich Kästner, der am 1. Januar 2008 im Alter von 108 Jahren verstarb.

Von der Mobilmachung 1914 waren betroffen:

  • Wehrpflichtige ab 20 Jahre (später auch jünger)
  • Feldheer
  • Reserve plus Ersatz-Reserve (1914 war fast die Hälfte aller Tauglichen jedes Jahrgangs nicht zum Aktivdienst einberufen worden und wurde im Kriegsverlauf nachberufen)
  • Landwehr bis zum 38. Lebensjahr
  • Landsturm 1. Aufgebot und Landsturm 2. Aufgebot (nur gediente Teile), sowie Freiwillige